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Ende der 50er Jahre arbeiten
ehemalige deutsche Ingenieure, die Hitlers V2-Raketen mitproduziert haben, in
Ägypten an der Entwicklung einer Raketenwaffe für Staatspräsident Nasser. Die
Raketen sollen gegen Israel eingesetzt werden. Und da schlägt die Stunde des
Wolfgang Lotz. Der deutschstämmige israelische Militär wird vom Mossad in
geheimer Mission nach Ägypten geschickt, um dort die aktuelle Gefährdung Israels
zu erkunden. Lotz, Pferdenarr und Frauenheld, ist wie geschaffen für die
Spionagearbeit: In Deutschland geboren, in Palästina aufgewachsen, und mit seinem
„arischen" Aussehen perfekt, um in deutsche Kreise einzudringen. So findet er
in Ägypten schnell Anschluss und baut sich eine Identität als Alt-Nazi auf.
Lotz lädt zu rauschenden Festen, bald gehen ehemalige, in Ägypten
untergetauchte Nazis bei ihm ein und aus. Genauso wie deutsche Ingenieure -
sein eigentliches Spionageziel. Um seine Tarnung zu perfektionieren, heiratet
Lotz die hübsche, blonde Waltraud. Aber alle drei Monate fliegt Lotz nach
Paris. Dort trifft er nicht nur seinen israelischen Führungsoffizier, sondern
auch seine eigentliche Familie, die nichts von seinem Leben in Kairo ahnt. Doch
allzu lange kann Lotz' Doppelleben nicht funktionieren - der politische Wind
dreht sich und der Spion fliegt auf. Eine Studie über einen faszinierenden
Mann, dessen Narzissmus alle um sich herum vernichtet.
Der Champagner Spion
Produktionsinfos
Kinofilm
Bereits 1988 erschien ein Taschenbuch
über den „Der Champagner Spion". Autor war niemand Geringeres als der Agent
selbst: Wolfgang Lotz. 2005 gab Lotz' Agententätigkeit bereits Anlass für einen
vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm von Nadav Schirman
Projektentwicklungsförderung
des FFF Bayern